Adipositas: Spürbare Folgen bei Kinderwunsch


Einfluss nicht unterschätzen
Adipositas: Spürbare Folgen bei Kinderwunsch
mauritius images / Eddie linssen / Alamy / Alamy Stock Photos

Die meisten Menschen wissen, dass starkes Übergewicht (Adipositas) nicht gesund ist. Weniger bekannt ist aber, dass Adipositas auch die Chancen auf ein Kind verringern und Schwangerschaften komplizierter machen kann.

Auswirkungen auf den Zyklus

Adipositas kann viele gesundheitliche Probleme nach sich ziehen, etwa Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ungünstig kann sich Adipositas aber auch auf einen ganz anderen Lebensbereich auswirken: die Familienplanung. Das beginnt schon beim Schwanger werden. Bei starkem Übergewicht kann der Zyklus unregelmäßig werden und so auch der Eisprung ausbleiben. Das liegt wahrscheinlich daran, dass das Fettgewebe Hormone bildet und damit den normalen Hormonhaushalt durcheinanderbringt.

Mehr Komplikationen

Auch in der Schwangerschaft ist der Einfluss der Adipositas nicht zu unterschätzen. Denn durch das starke Übergewicht steigt das Risiko für Schwangerschaftskomplikationen wie Schwangerschaftsdiabetes, Schwangerschafts-Bluthochdruck oder Fehlgeburten. Bei der Geburt kommt es häufiger zu Terminüberschreitungen und auch die Wahrscheinlichkeit für einen Kaiserschnitt ist höher.

Geeignete Maßnahmen treffen

Dennoch ist Adipositas kein Grund, nicht schwanger zu werden. Im besten Fall gelingt es betroffenen Frauen, vor einer Schwangerschaft abzunehmen und während der Schwangerschaft nur so viel wie empfohlen zuzunehmen. Außerdem sollten schwangere Frauen mit der Hebamme oder Gynäkolog*in abklären, ob mehr Vorsorgeuntersuchungen nötig sind. Vom Grad der Adipositas ist auch abhängig, ob eine Geburt in einem Perinatalzentrum sinnvoll ist.

Quellen: Frauenärzte im Netz, familienplanung.de

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