NSAR bei Kindern am besten


Schmerzen lindern

Mutter mit Tochter auf dem Schoß, die sich den schmerzenden Bauch hält.
mauritius images / BSIP / B. Boissonnet

Zur Linderung von starken Schmerzen gibt es etliche Medikamente. Doch welche wirken bei Kindern am besten, und vor allem: Welche sind bei ihnen besonders sicher?

Von NSAR bis Opioide

Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), Opioide, Paracetamol und Ketamin: Sie alle werden bei Kindern eingesetzt, um starke Schmerzen zu lindern. Alle diese Medikamente können jedoch auch Nebenwirkungen auslösen. Welche von ihnen am effektivsten sind und dabei am verträglichsten, haben kanadische Forschende untersucht.

Dazu analysierten sie 41 Studien, in denen insgesamt 4935 Kinder mit akuten Schmerzen eingeschlossen waren. Verabreicht wurden NSAR (z. B. Ibuprofen), Paracetamol, mittelstarke oder starke Opioide (z.B. Tramadol oder Morphin) oder Ketamin. Die Schmerzmittel kamen auf unterschiedliche Arten zum Einsatz, als Tropfen oder Tabletten, als schmerzlindernde Cremes oder Gel, intravenös oder als Nasenspray.

Bedarf an Notfallmedikamenten verringert

NSAR, mittelstarke und starke Opioide sowie Ketamin linderten die Schmerzen im Vergleich zu Placebo besonders wirksam. NSAR schnitten dabei ein wenig besser ab als die anderen beiden Wirkstoffe. Sie hatten einen weiteren Vorteil: Im Gegensatz zu den anderen Medikamenten verringerten sie auch den Bedarf an Notfallmedikamenten wie zusätzlichen Schmerzmitteln.

In puncto Verträglichkeit hatten NSAR ebenfalls die Nase vorn. Sie lösten ebenso selten kurzfristige Nebenwirkungen am Magen-Darm-Trakt aus wie Placebo. Gleiches galt für Paracetamol, das allerdings die Schmerzen nicht so gut linderte. Die anderen Substanzen waren insgesamt weniger gut verträglich.

Am verträglichsten über die Haut

Auch über die Haut verabreichte NSAR erwiesen sich als wirksam. Allerdings wurde dies nur in einer der 41 Studien getestet, weshalb die Datenlage etwas dünn ist, sagt das Team. Der Nutzen lokal aufgetragener NSAR bei Kindern müsse deshalb in weiteren Studien erforscht werden. Die gute Wirksamkeit im Zusammenhang mit besonders wenigen Nebenwirkungen wird allerdings auch in etlichen Studien mit Erwachsenen belegt.

Auch in Leitlinien erste Wahl Insgesamt schließen die Forschenden, dass NSAR bei Kindern Schmerzen besonders gut und verträglich lindern. Das deckt sich mit den Empfehlungen in klinischen Leitlinien: Dort werden NSAR häufig als Mittel der ersten Wahl zur Schmerzlinderung empfohlen.

Quelle: Ärztezeitung

Das Team der St. Martins-Apotheke

Alle Mitarbeiter anzeigen

Ratgeber Thema im Juli

Sicher feiern mit Diabetes

Sicher feiern mit Diabetes

Ob Badesee oder Festival

Grillpartys, Musikfestivals oder entspannte Nachmittage am Badesee gehören für viele Menschen zu den ... Zum Ratgeber

News

Diabetes erhöht Krebsrisiko
Diabetes erhöht Krebsrisiko

Auf zur Vorsorge!

Beim Typ-2-Diabetes drohen etliche Folgeschäden. Dabei gilt es nicht nur, auf Nieren, Augen und Nerven zu achten. Menschen mit Typ-2-Diabetes haben auch ein erhöhtes Risiko für bestimmte Krebsarten.   mehr

Tipps für sicheren Grillspaß
Tipps für sicheren Grillspaß

Heißes Sommervergnügen

Von Verbrennungen bis zu Magen-Darm-Infektionen: Das allseits beliebte Grillen hält eine ganze Menge Gefahren bereit. Hier gibt es Tipps, wie man sich davor schützt.   mehr

Waschen, cremen, inspizieren
Waschen, cremen, inspizieren

Hautpflege bei Diabetes

Eine Diabeteserkrankung wirkt sich auch negativ auf die Haut aus. Mögliche Folgen sind Pilzerkrankungen und unangenehmer Juckreiz. Mit einer guten Blutzuckereinstellung und der richtigen Pflege lässt sich jedoch gut vorbeugen.   mehr

Weiblicher Schlaf und Hormone
Weiblicher Schlaf und Hormone

Was machen Hormone mit dem Schlaf?

Ob man morgens ausgeschlafen oder müde ist, hängt von vielen Faktoren ab. Welchen Einfluss haben die Hormone?   mehr

Solarium erhöht Hautkrebsrisiko
Solarium erhöht Hautkrebsrisiko

Gefährliches „Vorbräunen“

Viele nutzen das Solarium, um mit vorgebräunter Haut in den Urlaub zu starten. Eine aktuelle Studie zeigt jedoch: Künstliche UV-Strahlung kann das Risiko für schwarzen Hautkrebs deutlich steigern.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
St. Martins-Apotheke
Inhaber Christian Welz
Telefon 08821/5 55 50
Fax 08821/7 95 24
E-Mail info@st-martinsapotheke.de