Der Pieks gegen HPV


Warum Impfen die klügere Wahl ist
Junge wird gegen HPV geimpft. Die HPV-Impfung senktdas Risiko für eine HPV-Infektion und für damit verbundene Krebsarten.
mauritius images / Westend61 / Mareen Fischinger

Eine der Impfungen, die möglichst jedes Kind und alle Jugendlichen bis zum Erwachsenwerden bekommen haben sollte, ist die HPV-Impfung. Doch was ist das genau und warum ist sie so wichtig? Ein Ratgeber.

Was ist eigentlich HPV?

HPV steht für Humane Papilloma-Viren. Diese Gruppe von Viren befällt Haut und Schleimhäute des Menschen und verursacht dort Wucherungen. Je nach Virustyp können das einfache Hautwarzen sein, oder auch mehr oder minder gefährliche Hauttumoren. Übertragen werden die Viren durch direkten Kontakt über kleinste Risse in der Haut oder Schleimhaut. Sehr häufig geschieht das beim Geschlechtsverkehr. Im Laufe des Lebens kommen 9 von 10 Menschen in Kontakt mit HP-Viren. Damit zählt die Infektion mit HPV zu den am häufigsten sexuell übertragenen Infektionen weltweit.

Mehr als bloß Warzen

Die meisten HPV-Infektionen bleiben folgenlos. Doch leider gibt es unter den Papillomaviren auch krebserzeugende Typen. Bei Mädchen und Frauen können sie den gefürchteten Gebärmutterhalskrebs auslösen, aber auch Tumoren an Vagina und Vulva. Beim männlichen Geschlecht kann sich aus einer HPV-Infektion Peniskrebs entwickeln, geschlechtsunabhängig außerdem Tumoren in der Analregion sowie im Mund-Rachen-Raum.

Vor einer Ansteckung mit HPV sind auch Menschen in festen, monogamen Beziehungen nicht gefeit: Eine in der Jugend durchgemachte HPV-Infektion kann nach Jahren wieder aktiv werden und damit auch ansteckend für die Sexualpartner*in sein.

Impfen gegen Krebs

Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Gegen eine HPV-Infektion kann man mit einer Impfung vorbeugen. Da HPV beiden Geschlechtern schaden kann, sollten sowie Mädchen als auch Jungen geimpft werden – und zwar möglichst vor dem ersten Geschlechtsverkehr. Dann ist die Schutzwirkung am größten. Die STIKO empfiehlt hierfür derzeit den Zeitraum zwischen 9. und 14. Lebensjahr, doch die meisten Krankenkassen zahlen die Impfung auch noch bis ins junge Erwachsenenalter. Die HPV-Impfung geht nur mit sehr geringen Nebenwirkungen einher, wie einer leichten Hautrötung oder Müdigkeit am Tag danach. Die Folgen eines einzigen Falles von Gebärmutterhalskrebs oder Analkarzinom wiegen ungleich schwerer.

Quellen:

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