Sterben Nachteulen früher?


Chronotyp mit Folgen
Sterben Nachteulen früher?
mauritius images / Jozef Polc / Alamy / Alamy Stock Photos

Manche Menschen sind frühmorgens schon frisch am Werk, andere werden erst abends richtig aktiv. Das mag lästig sein für ein Zusammenleben. Doch hat der Chronotyp auch Einfluss auf die Lebenserwartung?

Licht und innere Uhr

Der Mensch wird vom Licht und seiner inneren Uhr getaktet. Auch die Gene spielen in der Chronobiologie eine Rolle. Je nach Veranlagung gibt es zwei Typen, die allerdings mehr oder weniger stark ausgeprägt sein können: Die Lerchen (Morgenmenschen) und die Nachteulen, die erst abends fit sind.

Bisher gab es Hinweise, dass die Nachteulen eine geringere Lebenserwartung haben als die Morgenmenschen. Dem ist nun eine finnische Arbeitsgruppe auf den Grund gegangen. In einer großen Studie beobachteten sie fast 30 000 Zwillinge über 37 Jahre hinweg. Zu Beginn der Untersuchung gaben die Männer und Frauen an, ob sie Morgen- oder Abendmenschen waren. Während des Beobachtungszeitraums wurden immer wieder Daten zur Lebensführung und Gesundheit erhoben. Am Ende der Studie waren fast 9000 Teilnehmer verstorben.

Entscheidend sind Rauchen und Alkohol

Anhand der gewonnenen Daten berechneten die Forscher*innen, dass die Nachteulen zwar ein etwas höheres Sterberisiko hatten als die Lerchen. Dieses traf aber nur dann zu, wenn sie rauchten und/oder regelmäßig Alkohol tranken. Nichtrauchende Nachteulen, die nur selten zu alkoholischen Getränken griffen, wiesen die gleiche Sterblichkeit auf wie die Morgenmenschen. Ein Nachtmensch zu sein– also die bloße Tatsache, erst abends richtig wach zu werden – verringerte die Lebenserwartung nach dieser Untersuchung nicht.

Quelle: Chronobiology International

Das Team der St. Martins-Apotheke

Alle Mitarbeiter anzeigen

Ratgeber Thema im Juli

Gut leben mit Vorhofflimmern

Gut leben mit Vorhofflimmern

Keine Chance dem Schlaganfall!

Vorhofflimmern bedeutet nicht, auf ein aktives Leben verzichten zu müssen. Wer seine Medikamente zuv ... Zum Ratgeber

News

Sport schützt den Kreislauf
Sport schützt den Kreislauf

WHO-Empfehlung überprüft

Sport ist gut für die Gesundheit, da ist man sich einig. Doch wieviel Sport ist in der Woche nötig, um das Risiko für Erkrankungen zu senken?   mehr

Adipöse Kinder pubertieren früher
Adipöse Kinder pubertieren früher

Folgenschweres Übergewicht

Wenn schon Kleinkinder zu viele Pfunde auf die Waage bringen, hat das auch Folgen für die Pubertät. Sie werden früher geschlechtsreif als normalgewichtige Jungen und Mädchen.   mehr

Diabetes erhöht Krebsrisiko
Diabetes erhöht Krebsrisiko

Auf zur Vorsorge!

Beim Typ-2-Diabetes drohen etliche Folgeschäden. Dabei gilt es nicht nur, auf Nieren, Augen und Nerven zu achten. Menschen mit Typ-2-Diabetes haben auch ein erhöhtes Risiko für bestimmte Krebsarten.   mehr

Tipps für sicheren Grillspaß
Tipps für sicheren Grillspaß

Heißes Sommervergnügen

Von Verbrennungen bis zu Magen-Darm-Infektionen: Das allseits beliebte Grillen hält eine ganze Menge Gefahren bereit. Hier gibt es Tipps, wie man sich davor schützt.   mehr

Waschen, cremen, inspizieren
Waschen, cremen, inspizieren

Hautpflege bei Diabetes

Eine Diabeteserkrankung wirkt sich auch negativ auf die Haut aus. Mögliche Folgen sind Pilzerkrankungen und unangenehmer Juckreiz. Mit einer guten Blutzuckereinstellung und der richtigen Pflege lässt sich jedoch gut vorbeugen.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
St. Martins-Apotheke
Inhaber Christian Welz
Telefon 08821/5 55 50
Fax 08821/7 95 24
E-Mail info@st-martinsapotheke.de