Testosterongabe sicher fürs Herz


Männer können aufatmen
Testosterongabe sicher fürs Herz
mauritius images / Marc Bruxelle / Alamy / Alamy Stock Photos

Entwarnung für die Hormonsubstitution bei Männern: Die Verwendung von Testosteron-Gel erhöht das Risiko für einen Schlaganfall oder Herzinfarkt nicht.

Gel gleicht Hormonmangel aus

Wenn Männer unter einem Testosteronmangel leiden, können sie ihren Hormonhaushalt mit einer Testosteronsubstitution ausgleichen. Meist wird das Hormon über die Haut verabreicht, z.B. in Form von Testosteron-Gel. Doch lange Zeit gab es Zweifel, ob die Hormongabe das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht. Eine große Studie schafft diesbezüglich endlich Klarheit.

Darin behandelten sich über 5000 Männer bis zu drei Jahre lang entweder mit Testosteron-Gel oder mit Placebo-Gel. Bei allen Teilnehmern lag - gemessen an den Testosteronwerten im Blut - ein manifester Hormonmangel vor. Außerdem klagten sie über Beschwerden, die durch einen Testosteronmangel ausgelöst werden können, wie z.B. Erektionsprobleme oder Antriebsarmut. Zudem mussten die Männer entweder schon eine Herz-Kreislauf-Erkrankung haben oder zumindest kardiovaskuläre Risikofaktoren aufweisen.

Infarkt und Schlaganfall gleich häufig

In der Testosterongruppe staben 182 Patienten an einem Herzproblem oder erlitten einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. In der Placebogruppe waren dies 190. Damit ergab sich in puncto Sicherheit für Herzinfarkt und Schlaganfall kein Unterschied zwischen einer Behandlung mit Placebo oder Hormon.

Völlig ohne Risiken war die Testosteronsubstitution allerdings nicht. So erhöhte sie das Risiko für Herzrhythmusstörungen, darunter Vorhofflimmern, und die Gefahr für akute Nierenschädigungen.

Kein Freifahrschein für Testosteron

Insgesamt bewertet der Studienleiter Michael Lincoff von der Cleveland Clinic die Ergebnisse als beruhigend. Sie sollten allerdings nicht dazu führen, dass Männer, die sich schlapp fühlen oder sexuell nicht so aktiv sind wie sie möchten, wahllos Testosteron applizieren. Die Hormongabe ist nur dann angemessen, wenn tatsächlich ein im Blut nachgewiesener Testosteronmangel vorliegt, betont der Kardiologe.

Quelle: SpringerMedizin

Das Team der St. Martins-Apotheke

Alle Mitarbeiter anzeigen

Ratgeber Thema im Oktober

Darmbakterien als Gesundheitshelfer

Darmbakterien als Gesundheitshelfer

Probiotika im Einsatz

Ob für eine gesunde Verdauung, zur Unterstützung des Immunsystems oder als Begleiter beim Abnehmen: ... Zum Ratgeber

News

Kurzvideos: schlecht fürs Gedächtnis
Kurzvideos: schlecht fürs Gedächtnis

Folgen des Dauerscrollens

Kurzvideoplattformen wie Tiktok und Co sind beliebt. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene verbringen oft täglich Stunden mit dem Betrachten der kurzen Clips. Doch was stellt die endlose Abfolge schneller Bilder mit Gehirn und Psyche an?   mehr

Semaglutid jetzt als Tablette
Semaglutid jetzt als Tablette

Alternative bei Spritzenangst

Semaglutid zum Abnehmen gibt es jetzt auch als Tablette – eine Alternative für alle, die wegen der Spritze zögern. Wie die Pille wirkt, wer sie nehmen darf und worauf es bei der Einnahme ankommt.   mehr

Schwangerschaft verändert die Augen
Schwangerschaft verändert die Augen

Trockene Augen, Kurzsichtigkeit

Unscharfes Sehen, trockene Augen oder plötzlich schlecht sitzende Kontaktlinsen: Eine Schwangerschaft kann auch die Augen verändern. Bestimmte Sehstörungen sollten werdende Mütter jernst nehmen und ärztlich abklären lassen.   mehr

Vitamin D senkt Krebssterberate
Vitamin D senkt Krebssterberate

Nicht nur Knochenschutz

Vitamin D schützt nicht nur vor Osteoporose. Es verhindert auch Krebstodesfälle. Wieviele das bei einer Anreicherung von Lebensmitteln mit Vitamin D wären, hat das Deutsche Krebsforschungszentrum vorgerechnet.   mehr

Befreiung von der Rezeptgebühr
Ein Medikament wird in der Apotheke eingescannt. In der Regel muss eine Rezeptgebühr bezahlt werden.

Bei Krankenkassen beantragen

Für Patient*innen mit häufigen Verschreibungen bedeuten die jährlichen Rezeptgebühren eine erhebliche finanzielle Belastung. Abhilfe verspricht eine Zuzahlungsbefreiung von der Krankenkasse. Doch welche Voraussetzungen sind für eine Befreiung notwendig?   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
St. Martins-Apotheke
Inhaber Christian Welz
Telefon 08821/5 55 50
Fax 08821/7 95 24
E-Mail info@st-martinsapotheke.de