Krampfadern nicht einfach ignorieren


Frühzeitig ärztlich abklären
Krampfadern nicht einfach ignorieren
Future image/Shutterstock.com

Krampfadern (Varikosen) sehen nicht nur unschön aus. Weil als Komplikation offene Beine oder Thrombosen drohen, sind sie auch ein Gesundheitsrisiko. Eine Therapie mit Ultraschall kann Abhilfe schaffen.

Schwere, schmerzende Beine

30 Prozent aller Deutschen leiden unter behandlungsbedürftigen Krampfadern – also erweiterten, geschlängelten Venen, die sich unter der Hautoberfläche der Beine abzeichnen. Zu Beginn sind Krampfadern häufig nur ein kosmetisches Problem. Weil das Blut aus den Venen aber nicht richtig abfließt, bilden sich meist irgendwann Symptomen aus wie schwere, schmerzende Beine, Juckreiz und Schwellungen. Schließlich staut sich das Blut so stark zurück, dass Flüssigkeit aus den Blutgefäßen in das umgebende Gewebe gedrückt wird – es kommt zu Hautveränderungen und im schlimmsten Fall sogar zu offenen Beinen. Durch den gestörten Blutfluss steigt zudem die Thrombosegefahr.

Ultraschall als Mittel der Wahl

Umso wichtiger ist es also, Krampfadern frühzeitig ärztlich zu kontrollieren und wenn nötig auch zu behandeln. Wie das am besten gelingt, lässt sich in der Leitlinie „Diagnostik und Therapie der Varikose“ nachlesen. Mittel der Wahl ist dabei laut den Expert*innen der Ultraschall. Venenspezialist*innen nutzen dafür ein spezielles Verfahren, die Duplexsonografie. Mit dieser lässt sich der Zustand der Venen und der Blutfluss genau beurteilen. Der Ultraschall ist also die Grundlage für die Entscheidung, ob eine Therapie nötig ist.

Auch zur Therapie

Ebenfalls zum Einsatz kommt der Ultraschall, wenn tatsächlich eine Behandlung ansteht, etwa eine Verödung der Venen. Unter Ultraschallkontrolle nutzen die Ärzt*innen zum Beispiel hochfrequenten Strom, um die Venen zu verschließen (Radiofrequenzablation). Die Krampfadern werden so praktisch „aus dem Verkehr gezogen“ und das Blut muss sich seinen Weg durch andere, gesunde Venen suchen. Übrigens: Wie gut ein Ultraschall gelingt, ist in großem Maße von der Erfahrung des Untersuchenden abhängig. Erkundigen Sie sich also am besten im Vorfeld, ob Ihre Ärzt*in über eine entsprechende Qualifikation verfügt.

Quelle: Mit Ultraschall gegen Krampfadern

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